Der Countdown läuft: Am kommenden Dienstag, 8. April, startet der offizielle und für alle zugängliche Ticketverkauf für die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien. Das Motto lautet: first come, first serve! Die Nachfrage wird das Angebot in einigen Kategorien und Sportarten übersteigen. Wer dabei sein möchte, sollte also schnell – aber nicht vorschnell – sein. Damit Verbraucher dabei keinen Fehlstart hinlegen und womöglich von den Spielen disqualifiziert werden, ist etwas Vorbereitung gefragt. Dabei hilft das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland.
Die goldmedaillen-verdächtige Regel: Tickets für Olympia ausschließlich über die offizielle Plattform kaufen. Andere Anbieter dürfen keine Karten vertreiben, auch der private Handel im Internet und über Kleinanzeigenportale ist laut Veranstalter nicht gestattet. Wer das ignoriert und doch woanders zuschlägt, läuft Gefahr, viel Geld für ungültige Tickets auszugeben – und am Ende vor verschlossenen Stadiontoren zu stehen. Also besser direkt die offizielle Plattform nutzen. Eine vorherige Registrierung ist dort nicht erforderlich. Wer sich aber bereits jetzt anmeldet, kann Zeit sparen, wenn es am Dienstag schneller gehen soll.
Einmal gekauft, gibt es zunächst keinen Weg zurück: Ein Widerrufsrecht gilt für die Tickets nicht. Wer jedoch später feststellt, dass er es doch nicht zum Wettkampf schafft, könnte eine zweite Chance bekommen: Ab Dezember 2025 wird eine offizielle Wiederverkaufsplattform geöffnet. Dort können nicht genutzte Tickets sicher und legal an andere Interessierte weitergegeben werden – und gleichzeitig eröffnet die Plattform Kurzentschlossenen die Möglichkeit, noch an Karten für ihre Lieblingssportarten zu kommen.
Tickets in Papierform gibt es nicht: Alle Eintrittskarten sind digital und werden ab Dezember 2025 in einer speziellen Ticket-App bereitgestellt. Das bedeutet: Ohne Smartphone kein Zutritt – ein Ticket auszudrucken, oder auf andere Weise vorzuzeigen, wird nicht möglich sein.
Zusätzlich sind die Tickets personalisiert. Beim Kauf müssen die Namen der Ticketnutzer direkt angegeben werden. Doch keine Sorge: Falls sich Pläne ändern, ist eine Namensänderung ab Dezember 2025 kostenlos möglich. Eventuell wird es auch die Möglichkeit weiterer Übertragungen geben. Wie die konkret organisiert sind, und ob sie dann ebenfalls kostenlos sein werden, ist noch nicht bekannt.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Das Ticket gilt nur für den einmaligen Eintritt. Wer also die Veranstaltung zwischendurch verlässt, kann mit demselben Ticket nicht wieder rein. Zwischen zwei Wettkämpfen eine Pizza oder einen Espresso außerhalb des Stadions zu genießen, ist demnach leider keine Option.
Die Ticketpreise beginnen bei 30 Euro und über die Hälfte der Karten sollen weniger als 100 Euro kosten. Für Kinder gelten besondere Regeln: Ab dem vierten Lebensjahr benötigen sie ein eigenes Ticket. Rabatte für Minderjährige gibt es nur für die Paralympischen Spiele und ausschließlich für Kinder unter 14 Jahren. Beim olympischen Pendant gelten hingegen Einheitspreise. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren dürfen die Veranstaltungen ohne Erwachsene besuchen, sollten aber unbedingt ihren Ausweis bei sich führen.
Die Wettkämpfe finden an verschiedenen Orten in Norditalien statt – von Mailand bis Cortina d’Ampezzo. Wer sich nicht zwischen Skispringen und Eishockey hastend in überfüllten Zügen wiederfinden möchte, sollte seine Reise gut planen. Unterkünfte sind direkt über die Hotel-Websites – zum Teil auch jetzt schon – reservierbar. Der Tipp lautet: Buchungen mit Stornierungsoption bevorzugen, um flexibel zu bleiben.
Die Winterspiele in Italien versprechen unvergessliche Momente – von mitreißenden Wettkämpfen bis zur einzigartigen Atmosphäre in den italienischen Alpen. Wer sich gut vorbereitet, sichert sich nicht nur die besten Tickets, sondern auch eine reibungslose Reise.